Heilige Elisabeth

 

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Elisabeth im Bistum

Patrozinien

Im Hochstift Fulda und in den ersten 100 Jahren des 1752 gegründeten Bistums Fulda spielte die Verehrung der heiligen Elisabeth keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle. Dies veränderte sich, als Marburg und Eisenach dem Bistum zugeordnet worden waren. In der Frömmigkeitspraxis des 19. Jahrhunderts nahm mit Bonifatius, Sturmius, Lioba auch allmählich die heilige Elisabeth von Thüringen eine besondere Stellung unter den Fuldaer Heiligen ein. Als schließlich in der 6. Auflage des "Katholischen Katechismus für die Diözese Fulda", sie erschien 1907 , unter anderem das Lebensbild der heiligen Elisabeth vorgestellt wurde, zählte sie gleichsam offiziell zum Reigen jener Heiligen, die im Bistum Fulda besonders verehrt werden.


Im Fuldaer Land gab es zunächst keine Elisabethkirchen. Und als in der Barockzeit die alten romanischen und gotischen Kirchen barockisiert wurden, beließ man aus Ehrfurcht die alten Patrozinien.


Das heutige Bistum Fulda erhielt die ersten Elisabethkirchen durch zwei hessische Landgrafen, die katholisch geworden waren und in die in der heiligen Elisabeth von Thüringen ihre Ahnin sahen. Die erste war die Schlosskapelle in Rotenburg an der Fulda, in der seit 1706 katholische Gottesdienste stattfanden. Die zweite war die Elisabethkirche in Kassel, die Landgraf Friedrich II in den Jahren 1770 bis 1776 errichtete. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde am Friedrichsplatz in Kassel eine neue Elisabethkirche errichtet. Sieht man von der 1887 erbauten Elisabethkirche in Eisenach ab, die damals zum Bistum Fulda und heute zum Bistum Erfurt gehört, wurden erst 1904 in Eschwege und 1906 in Vacha zwei Kirchen der heiligen Elisabeth geweiht. Erst im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Verehrung der heiligen Elisabeth in Bistum Fulda etwas stärker. So entstanden Elisabethkirchen in Fulda, Kirchhain, Waldkappel, Hanau-Kesselstadt, Spangenberg, Burgwald-Industriehof, Lahrbach.


Dieter Wagner

 

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